4. Fazit:
Ganzheitlich gegen die Maulwurfsgrille
In einem vielfältigen Garten stehen sich Nützlinge und Schädlinge oft in einem gewissen Verhältnis gegenüber, sodass es nicht in jedem Fall zu maßgeblichen Schäden kommt, selbst wenn einige schädliche Organismen zu finden sind. Das reine Vorhandensein von Schädlingen ist nämlich noch kein Grund zur Sorge, sondern kann Teil eines vielfältigen Ökosystems sein. Vermehren sich Schädlinge jedoch stark, kann es zu ersten Negativeffekten kommen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, häufig kann dies auch mit einer begrenzten Artenvielfalt zusammenhängen.
Ein Rückgang der Artenvielfalt kann zum einen mit der Begrenzung von verfügbarem Lebensraum und Nahrungsangebot zusammenhängen, zum anderen mit dem Einsatz von Pestiziden, die auch nützliche Teile des Ökosystems beeinträchtigen können. Doch wie kann man Maulwurfsgrillen vertreiben und dabei auf eine vielfältige Umgebung im Garten achten? Lässt sich einem Befall vielleicht sogar aktiv vorbeugen?
Wer einem Befall mit Schädlingen wie den Maulwurfsgrillen vorbeugen möchte, investiert am besten in einen gesunden Garten und eine vielfältige Flora und Fauna. Vielerlei Nützlinge wie Igel, Spitzmaus, Vögel und Erdkröten können aktiv in den Garten gelockt werden, indem man ihnen einen angenehmen Lebensraum bietet:
- Genügend Verstecke, wie kleinere und größere Reisig- und Holzstapel, Kompost- und Laubhaufen, können bereits viel bewirken!
- Auch geschützte, flache und einfach zugängliche Wasserstellen können die Attraktivität des eigenen Gartens für Nützlinge erhöhen. Achten Sie auf "Insektenleitern", die es Bienen und Schmetterlingen erlauben, vom Wasser zu trinken, ohne hineinzufallen!
- Mähroboter sollten nicht während der Igel-aktiven Abendstunden arbeiten, da es dabei immer wieder zu Unfällen kommen kann.
- Verschiedene Wildblumen und Insektenwiesen können Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten in den Garten locken und so zu einem artenreicheren Garten beitragen.
Vogelhäuser und Fledermauskästen können diese natürlichen Feinde schädlicher Insekten anziehen, sodass sich bald auch Rotkehlchen und Blaumeise im Garten einfinden können.